Forschertreffen in Freiberg/Sachsen


Nach einem reichlichen Frühstück begaben wir uns am Samstag ins sächs. Bergarchiv nach Freiberg. Am Eingang wartete schon Roland Spannaus auf uns und machte unsere Runde vollends komplett.
Herr Plache, Leiter des Archivs, hielt einen überaus interessanten Vortrag über die genealogischen Quellen des Archivs und brachte uns die Geschichte des Freiberger Hüttenwesens in Wort und Bild näher. 

Hier lagern z.B. 4,8 km laufende Meter Akten und Amtbücher, alte Fotos, Nachlässe und Sammlerstücke. Das älteste Dokument ist aus dem Jahre 1477. So wurde genau Buch geführt wann ein Bergarbeiter seinen Dienst aufnahm, was er für eine Stellung hatte und wann er aus dem Hüttendienst wieder austrat. Darunter waren auch viele Kinder. Obwohl sie teilweise erst 8 Jahre waren, mussten sie schon frühzeitig ins Bergwerk einfahren, um sich und ihre Familien mit zu ernähren. Begeistert waren wir von dem alten Kartenmaterial, welches sage und schreibe mehr als 400 Jahre zählte. Auf den Karten waren Zeichnungen zu finden, die das Gebiet des Abbaus und das Innere der jeweiligen Bergwerke auf eindrucksvolle Weise in "spätmittel- alterlicher 3D Technik" wieder gaben. 

Das wir nach dieser staubigen Angelegenheit, Durst und Hunger hatten versteht sich. Nein im Ernst, dass das Archivgut hervorragend gelagert wird, davon konnten wir uns persönlich überzeugen. In extra, auf die Bedürfnisse, angefertigten Regalen wurden diese Kostbarkeiten in einem vollklimatisierten Raum aufbewahrt.

 

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