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Nachmittags gegen 15.00 Uhr trafen sich die Teilnehmer zum „Kloenschnack" (plattdeutsch
mit westfälischen Akzent), denn inzwischen waren Regina und Horst Portius aus Klingenthal
im Vogtland und Andreas Löser aus Dresden eingetroffen, denn der eigentliche Höhepunkt
stand kurz bevor: Herr Gerhard Mattuschka, ein 80jähriger
Heimatforscher aus Leisnig mit seinem
Lichtbildervortrag über die Stadt Leisnig. Zur Person muss ich nicht viel sagen, Detlef hatte
ihn in dieser Runde bereits vorgestellt (Gründungsmitglied des Heimat- und Geschichtsvereins von
Leisnig, Mitglied des Kulturbundes Leisnig e. V, Berater des Verein „Be-greifen" beim Kloster
Buch, Inhaber des Ehrensbriefs der Stadt Leisnig usw.) Was keiner wusste, in seinem aktiven
Arbeitsleben war er Direktor bei der Sozialkasse des Kreises Döbeln und später hat er dann
in Leipzig die EDV-Abteilung der Sozialversicherung (Renten- und Krankenversicherung)
geleitet und mit einem ROBOTRON 300 (erster Großrechner) die gesamten Renten- und
Krankenversicherungsleistungen in der DDR abgewickelt. |
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Doch nun zum Vortrag selber: Mit einem „Blumengruß" begrüßte er die Teilnehmer und
unter den vorgetragenen Strophen des Leisniger Heimatliedes zeigte er Bilder der Stadt
Leisnig zu allen Jahreszeiten und von den verschiedensten Blickpunkten. Brilliante
Aufnahmen! Danach wurden Aufnahmen gezeigt von der Grundschule, die im richtigen Licht
und Blickwinkel wie eine „Universität" aussieht, und der Apian-Schule, heute eine
Mittelschule, früher eine Tuchweberei, aber auch ein Garnisongebäude, jetzt gut saniert unter
Wahrung des Denkmalschutzes. In seinem Vortrag verwies Herr Mattuschka aber auch auf
andere kunsthistorisch wertvolle Denkmäler, nämlich die Postmeilen- bzw. die Distanzsäule
von 1727, die einzige in Sachsen mit einem Doppelwappen (sächsisches und polnisches)
versehene, existierende Säule. Er zeigte uns das Denkmal der „Wassermarie" mit den
schnäbelnden Tauben auf der Spitze des Steins und das Denkmal des bedeutenden
Leisniger Kantors und Komponisten Carl Ferdinand Adam (z.B. „Abend wird es wieder über
Wald und Feld.....). Das Wappen des Peter Apian, der Berater des Kaisers Karl V, kann noch
heute am Haus Markt 13 bewundert werden. Und am Turm des Leisniger Rathaus das
dänische Wappen, der „Danebrog". Die kunsthistorischen Höhepunkte habe ich mir für den
Schluss dieses Berichts aufbewahrt: Der gotische Flügel-Altar in der Gottesackerkirche mit
den Darstellungen einer Anna-Selbdritt und zu ihren Seiten die hln. Rochus und Sebastian,
ferner der Renaissance-Altar in der Leisniger Matthäikirche. So etwas muss jeder einmal in
seinem Leben gesehen haben und dieser Vortrag war die beste Werbung für einen weiteren
Besuch in Leisnig, um diese einzelnen Sehenswürdigkeiten näher und in Ruhe betrachten zu
können.
Die Stadt Leisnig kann keinen besseren Botschafter haben als Herrn Gerhard
Mattuschka, herzlichen Dank nochmals an dieser Stelle. |