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Der Name Stolpen basiert auf dem
altslawischen Wort „stolp“, welches sich in der Bedeutung von
Pfosten bzw. Mauer auf das Aussehen der Basaltsäulen bezieht. Von
1222 – 1559 gehörte die Burg den Bischöfen von Meißen, die sie als
Nebenresidenz ausbauten und hier einen Verwaltungsmittelpunkt für
das umliegende Land einrichteten. |
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Einige Male – z.B. während der Hussitenkriege
– wurde die Burg belagert, doch nicht eingenommen. Als die Bischöfe
1539 mit der Einführung der Reformation in Sachsen ihren Meißener
Sitz aufgeben mußten, zogen sie sich für 20 Jahre samt ihren
Reliquien- und anderen Schätzen ganz auf die Burg zurück, bis
Kurfürst August, der ein Auge auf das wehrhafte Objekt geworfen
hatte, es gegen das Amt Mühlberg eintauschte. Er modernisierte Teile
der Anlage im Stil der Renaissance und nutzte das nun „Schloss“
genannte Ensemble vor allem als Quartier während seiner
Jagdaufenthalte in der Region. Nach den Erfahrungen des 30-jährigen
Krieges wurde die Anlage gegen Ende des 17. Jahrhunderts zur Festung
ausgebaut, doch zum Ende des „Augusteischen Zeitalters“ in Sachsen
wieder aufgegeben und verfiel nach einer kurzzeitigen
„Reaktivierung“ durch napoleonische Truppen zur malerischen Ruine. |
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Natürlich ging Frau Zellmer auch auf die wohl
berühmteste Bewohnerin dieser Anlage ein: die Reichsgräfin Anna
Constantia von Cosel, geb von Brockdorff, verehel. von Hoym (1680 –
1765), die 49 Jahre bis zu ihrem Tode dort zwangsinhaftiert war. Sie
war die berühmteste Mätresse August des Starken und machte durch
ihre Gefangenschaft auf der Veste die Ortschaft Stolpen überregional
bekannt. Der restliche Abend gehörte den Gaumenfreuden und den guten
Gesprächen untereinander. |