Stolpen 2010 oder Basalt - Cosel - Brunnen


 

Der Name Stolpen basiert auf dem altslawischen Wort „stolp“, welches sich in der Bedeutung von Pfosten bzw. Mauer auf das Aussehen der Basaltsäulen bezieht. Von 1222 – 1559 gehörte die Burg den Bischöfen von Meißen, die sie als Nebenresidenz ausbauten und hier einen Verwaltungsmittelpunkt für das umliegende Land einrichteten.

 
 

Einige Male – z.B. während der Hussitenkriege – wurde die Burg belagert, doch nicht eingenommen. Als die Bischöfe 1539 mit der Einführung der Reformation in Sachsen ihren Meißener Sitz aufgeben mußten, zogen sie sich für 20 Jahre samt ihren Reliquien- und anderen Schätzen ganz auf die Burg zurück, bis Kurfürst August, der ein Auge auf das wehrhafte Objekt geworfen hatte, es gegen das Amt Mühlberg eintauschte. Er modernisierte Teile der Anlage im Stil der Renaissance und nutzte das nun „Schloss“ genannte Ensemble vor allem als Quartier während seiner Jagdaufenthalte in der Region. Nach den Erfahrungen des 30-jährigen Krieges wurde die Anlage gegen Ende des 17. Jahrhunderts zur Festung ausgebaut, doch zum Ende des „Augusteischen Zeitalters“ in Sachsen wieder aufgegeben und verfiel nach einer kurzzeitigen „Reaktivierung“ durch napoleonische Truppen zur malerischen Ruine.

 
 

Natürlich ging Frau Zellmer auch auf die wohl berühmteste Bewohnerin dieser Anlage ein: die Reichsgräfin Anna Constantia von Cosel, geb von Brockdorff, verehel. von Hoym (1680 – 1765), die 49 Jahre bis zu ihrem Tode dort zwangsinhaftiert war. Sie war die berühmteste Mätresse August des Starken und machte durch ihre Gefangenschaft auf der Veste die Ortschaft Stolpen überregional bekannt. Der restliche Abend gehörte den Gaumenfreuden und den guten Gesprächen untereinander.

 

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